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2004-12-10 14:38:03 +00:00
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commit 464f0bcf77
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@@ -13,34 +13,40 @@ Angenommen, bei der Benutzung eines Rechners tritt ein Problem auf, bei dem nur
Einfacher geht es, wenn wir uns ein kurzes Skript schreiben, das alle 30 Sekunden automatisch überprüft, ob der Admin angemeldet ist. Wir erreichen das mit dem folgenden Code:
\footnotesize
\index{\^=\texttt{\^}}\index{Anführungszeichen}\index{Pipe}\index{grep=\texttt{grep}}\index{sleep=\texttt{sleep}}\index{who=\texttt{who}}
\begin{listing}[2]{1}
\begin{lstlisting}
#!/bin/sh
until who | grep "^root "
do sleep 30
done
echo Big Brother is watching you!
\end{listing}
\normalsize
\end{lstlisting}
Das Skript führt also so lange das Kommando aus, bis die Ausführung erfolgreich war. Dabei wird die Ausgabe von \texttt{who}\index{who=\texttt{who}} mit einer Pipe (\ref{datenstrom}) in das \texttt{grep}\index{grep=\texttt{grep}}-Kommando umgeleitet. Dieses sucht darin nach einem Auftreten von `\texttt{root~}' am Zeilenanfang. Der Rückgabewert von \texttt{grep}\index{grep=\texttt{grep}} ist 0 wenn das Muster\index{Mustererkennung} gefunden wird, 1 wenn es nicht gefunden wird und 2 wenn ein Fehler auftrat. Damit der Rechner nicht die ganze Zeit mit dieser Schleife beschäftigt ist, wird im Schleifenkörper ein \texttt{sleep 30}\index{sleep=\texttt{sleep}} ausgeführt, um den Prozeß für 30 Sekunden schlafen zu schicken. Sobald der Admin sich eingeloggt hat, wird eine entsprechende Meldung ausgegeben.
Das Skript führt also so lange das Kommando aus, bis die Ausführung erfolgreich
war. Dabei wird die Ausgabe von \texttt{who}\index{who=\texttt{who}} mit einer
Pipe (\ref{datenstrom}) in das \texttt{grep}\index{grep=\texttt{grep}}-Kommando
umgeleitet. Dieses sucht darin nach einem Auftreten von `\texttt{root~}' am
Zeilenanfang. Der Rückgabewert von \texttt{grep}\index{grep=\texttt{grep}} ist
0 wenn das Muster\index{Mustererkennung} gefunden wird, 1 wenn es nicht
gefunden wird und 2 wenn ein Fehler auftrat. Damit der Rechner nicht die ganze
Zeit mit dieser Schleife beschäftigt ist, wird im Schleifenkörper ein
\lstinline|sleep 30|\index{sleep=\texttt{sleep}} ausgeführt, um den Prozeß für
30 Sekunden schlafen zu schicken. Sobald der Admin sich eingeloggt hat, wird
eine entsprechende Meldung ausgegeben.
\subsection{Schleife, bis ein Kommando erfolglos war}
Analog zum vorhergehenden Beispiel kann man auch ein Skript schreiben, das meldet, sobald sich ein Benutzer abgemeldet hat. Dazu ersetzen wir nur die \texttt{until}- Schleife durch eine entsprechende \texttt{while}-Schleife:
\footnotesize
\index{\^=\texttt{\^}}\index{Anführungszeichen}\index{grep=\texttt{grep}}\index{Pipe}\index{sleep=\texttt{sleep}}\index{who=\texttt{who}}
\begin{listing}[2]{1}
\begin{lstlisting}
#!/bin/sh
while who | grep "^root "
do sleep 30
done
echo Die Katze ist aus dem Haus, Zeit, daß die Mäuse tanzen!
\end{listing}
\normalsize
\end{lstlisting}
Die Schleife wird nämlich dann so lange ausgeführt, bis \texttt{grep}\index{grep=\texttt{grep}} einen Fehler (bzw. eine erfolglose Suche) zurückmeldet.
@@ -49,8 +55,7 @@ Die Schleife wird n
\texttt{cat datei.txt | while read i}
\footnotesize
\begin{listing}[2]{1}
\begin{lstlisting}
#!/bin/sh
count=0
cat /etc/passwd | while read i; do
@@ -61,8 +66,7 @@ cat /etc/passwd | while read i; do
fi
done
echo Es sind $count Benutzer mit einer ID kleiner 100 eingetragen
\end{listing}
\normalsize
\end{lstlisting}
TODO!!! Daten aus Subshell hochreichen
@@ -76,19 +80,16 @@ Das Skript mu
Das Ergebnis der Ausführung wird mit Funktionen\index{Funktion} dargestellt, die aus der Datei \texttt{/etc/rc.d/init.d/functions} stammen. Ebenfalls in dieser Datei sind Funktionen, die einen Dienst starten oder stoppen.
\begin{flushright}
Zunächst wird festgelegt, daß dieses Skript in der Bourne-Shell ausgeführt werden soll (\ref{auswahl_der_shell}).
\end{flushright}
\footnotesize
\begin{listing}[2]{1}
\begin{lstlisting}
#!/bin/sh
\end{listing}
\normalsize
\begin{flushright}
\end{lstlisting}
Dann folgen Kommentare\index{Kommentar}, die den Sinn des Skriptes erläutern (\ref{kommentare}).
\end{flushright}
\footnotesize
\begin{listingcont}
\begin{lstlisting}[firstnumber=last]
#
# Startup script for the Apache Web Server
#
@@ -100,119 +101,109 @@ Dann folgen Kommentare\index{Kommentar}, die den Sinn des Skriptes erl
# config: /etc/httpd/conf/access.conf
# config: /etc/httpd/conf/httpd.conf
# config: /etc/httpd/conf/srm.conf
\end{listingcont}
\normalsize
\begin{flushright}
\end{lstlisting}
Jetzt wird die Datei mit den Funktionen\index{Funktion} eingebunden (\ref{source}).
\end{flushright}
\footnotesize
\index{source=\texttt{source}}
\begin{listingcont}
\begin{lstlisting}[firstnumber=last]
# Source function library.
. /etc/rc.d/init.d/functions
\end{listingcont}
\normalsize
\begin{flushright}
\end{lstlisting}
Hier werden die Aufrufparameter ausgewertet (\ref{case}).
\end{flushright}
\footnotesize
\index{\$n=\texttt{\$}$n$}\index{Anführungszeichen}\index{case=\texttt{case}}
\begin{listingcont}
\begin{lstlisting}[firstnumber=last]
# See how we were called.
case "$1" in
start)
echo -n "Starting httpd: "
\end{listingcont}
\normalsize
\begin{flushright}
\end{lstlisting}
Nachdem eine Meldung über den auszuführenden Vorgang ausgegeben wurde, wird die Funktion \texttt{daemon} aus der Funktionsbibliothek ausgeführt. Diese Funktion startet das Programm, dessen Name hier als Parameter\index{Parameter} übergeben wird. Dann gibt sie eine Meldung über den Erfolg aus.
\end{flushright}
\footnotesize
\begin{listingcont}
\begin{lstlisting}[firstnumber=last]
daemon httpd
echo
\end{listingcont}
\normalsize
\begin{flushright}
\end{lstlisting}
Jetzt wird ein Lock-File\footnote{Ein Lock-File signalisiert anderen Prozessen, daß ein bestimmter Prozeß bereits gestartet ist. So kann ein zweiter Aufruf verhindert werden.} angelegt.
\end{flushright}
\footnotesize
\index{Anführungszeichen}\index{touch=\texttt{touch}}
\begin{listingcont}
\begin{lstlisting}[firstnumber=last]
touch /var/lock/subsys/httpd
;;
stop)
echo -n "Shutting down http: "
\end{listingcont}
\normalsize
\begin{flushright}
\end{lstlisting}
Hier passiert im Prinzip das gleiche wie oben, nur daß mit der Funktion \texttt{killproc} der Daemon angehalten wird.
\end{flushright}
\footnotesize
\begin{listingcont}
\begin{lstlisting}[firstnumber=last]
killproc httpd
echo
\end{listingcont}
\normalsize
\begin{flushright}
\end{lstlisting}
Danach werden Lock-File und PID-File\footnote{In einem sogenannten PID-File hinterlegen einige Prozesse ihre Prozeß-ID, um anderen Programmen den Zugriff zu erleichtern (z. B. um den Prozeß anzuhalten etc).} gelöscht.
\end{flushright}
\footnotesize
\begin{listingcont}
\begin{lstlisting}[firstnumber=last]
rm -f /var/lock/subsys/httpd
rm -f /var/run/httpd.pid
;;
status)
\end{listingcont}
\normalsize
\begin{flushright}
\end{lstlisting}
Die Funktion \texttt{status} stellt fest, ob der entsprechende Daemon bereits läuft, und gibt das Ergebnis aus.
\end{flushright}
\footnotesize
\begin{listingcont}
\begin{lstlisting}[firstnumber=last]
status httpd
;;
restart)
\end{listingcont}
\normalsize
\begin{flushright}
\end{lstlisting}
Bei Aufruf mit dem Parameter\index{Parameter} \textsl{restart} ruft sich das Skript zwei mal selbst auf (in \texttt{\$0} steht der Aufrufname des laufenden Programms). Einmal, um den Daemon zu stoppen, dann, um ihn wieder zu starten.
\end{flushright}
\footnotesize
\index{\$n=\texttt{\$}$n$}\index{Anführungszeichen}
\begin{listingcont}
\begin{lstlisting}[firstnumber=last]
$0 stop
$0 start
;;
reload)
echo -n "Reloading httpd: "
\end{listingcont}
\normalsize
\begin{flushright}
\end{lstlisting}
Hier sendet die \texttt{killproc}-Funktion dem Daemon ein Signal\index{Signal} das ihm sagt, daß er seine Konfiguration neu einlesen soll.
\end{flushright}
\footnotesize
\index{\$n=\texttt{\$}$n$}\index{Anführungszeichen}
\begin{listingcont}
\begin{lstlisting}[firstnumber=last]
killproc httpd -HUP
echo
;;
*)
echo "Usage: $0 {start|stop|restart|reload|status}"
\end{listingcont}
\normalsize
\begin{flushright}
\end{lstlisting}
Bei aufruf mit einem beliebigen anderen Parameter\index{Parameter} wird eine Kurzhilfe ausgegeben. Dann wird dafür gesorgt, daß das Skript mit dem Exit-Code 1 beendet wird. So kann festgestellt werden, ob das Skript ordnungsgemäß beendet wurde (\ref{exit}).
\end{flushright}
\footnotesize
\index{exit=\texttt{exit}}
\begin{listingcont}
\begin{lstlisting}[firstnumber=last]
exit 1
esac
exit 0
\end{listingcont}
\normalsize
\end{lstlisting}
\section{Parameterübergabe in der Praxis}\label{beisp_parameter}\index{Parameter}
@@ -221,21 +212,19 @@ Es kommt in der Praxis sehr oft vor, da
Das soll an folgendem Skript verdeutlicht werden. Das Skript kennt die Optionen \texttt{-a} und \texttt{-b}. Letzterer Option muß ein zusätzlicher Wert mitgegeben werden. Alle anderen Parameter\index{Parameter} werden als Dateinamen interpretiert.
\footnotesize
\index{\$@=\texttt{\$@}}\index{Anführungszeichen}\index{Backticks}\index{!|!|=\texttt{!|!|}}\index{getopt=\texttt{getopt}}\index{OR}\index{set=\texttt{set}}
\begin{listing}[2]{1}
\begin{lstlisting}
#!/bin/sh
set -- `getopt "ab:" "$@"` || {
\end{listing}
\normalsize
\begin{flushright}
\end{lstlisting}
Das \texttt{set}\index{set=\texttt{set}}-Kommando belegt den Inhalt der vordefinierten Variablen (\ref{vordefinierte_variablen}) neu, so daß es aussieht, als ob dem Skript die Rückgabewerte von \texttt{getopt}\index{getopt=\texttt{getopt}} übergeben wurden. Man muß die beiden Minuszeichen angeben, da sie dafür sorgen, daß die Aufrufparameter an \texttt{getopt}\index{getopt=\texttt{getopt}} und nicht an die Shell selbst übergeben werden. Die originalen Parameter\index{Parameter} werden von \texttt{getopt}\index{getopt=\texttt{getopt}} untersucht und modifiziert zurückgegeben: \texttt{a} und \texttt{b} werden als Parameter\index{Parameter} Markiert, \texttt{b} sogar mit der Möglichkeit einer zusätzlichen Angabe.
Wenn dieses Kommando fehlschlägt ist das ein Zeichen dafür, daß falsche Parameter\index{Parameter} übergeben wurden. Also wird nach einer entsprechenden Meldung das Programm mit Exit-Code 1 verlassen.
\end{flushright}
\footnotesize
\index{\$n=\texttt{\$}$n$}\index{Null-Befehl}\index{!>\&=\texttt{!>\&}}\index{!==\texttt{!=}}\index{Anführungszeichen}\index{Backticks}\index{basename=\texttt{basename}}
\begin{listingcont}
\begin{lstlisting}[firstnumber=last]
echo "Anwendung: `basename $0` [-a] [-b Name] Dateien" 1>&2
exit 1
}
@@ -243,41 +232,38 @@ echo "Momentan steht in der Kommandozeile folgendes: $*"
aflag=0 name=NONE
while :
do
\end{listingcont}
\normalsize
\begin{flushright}
\end{lstlisting}
In einer Endlosschleife\index{Endlosschleife}, die man mit Hilfe des Null-Befehls (\texttt{:}, \ref{null-befehl}) baut, werden die `neuen' Parameter\index{Parameter} der Reihe nach untersucht. Wenn ein \texttt{-a} vorkommt, wird die Variable \texttt{aflag} gesetzt. Bei einem \texttt{-b} werden per \texttt{shift}\index{shift=\texttt{shift}} alle Parameter\index{Parameter} nach Links verschoben, dann wird der Inhalt des nächsten Parameters\index{Parameter} in der Variablen \texttt{name} gesichert.
\end{flushright}
\footnotesize
\index{!==\texttt{!=}}\index{\$n=\texttt{\$}$n$}\index{Anführungszeichen}\index{case=\texttt{case}}\index{shift=\texttt{shift}}
\begin{listingcont}
\begin{lstlisting}[firstnumber=last]
case "$1" in
-a) aflag=1 ;;
-b) shift; name="$1" ;;
--) break ;;
\end{listingcont}
\normalsize
\begin{flushright}
\end{lstlisting}
Wenn ein \texttt{-{}-} erscheint, ist das ein Hinweis darauf, daß die Liste der Parameter\index{Parameter} abgearbeitet ist. Dann wird per \texttt{break}\index{break=\texttt{break}} (\ref{break}) die Endlosschleife unterbrochen. Die Aufrufparameter enthalten jetzt nur noch die eventuell angegebenen Dateinamen, die jetzt von dem Restlichen Skript wie gewohnt weiterverarbeitet werden können.
\end{flushright}
\footnotesize
\index{shift=\texttt{shift}}
\begin{listingcont}
\begin{lstlisting}[firstnumber=last]
esac
shift
done
shift
\end{listingcont}
\normalsize
\begin{flushright}
\end{lstlisting}
Am Ende werden die Feststellungen ausgegeben.
\end{flushright}
\footnotesize
\index{\$*=\texttt{\$*}}\index{Anführungszeichen}
\begin{listingcont}
\begin{lstlisting}[firstnumber=last]
echo "aflag=$aflag / Name = $name / Die Dateien sind $*"
\end{listingcont}
\normalsize
\end{lstlisting}
\section{Fallensteller: Auf Traps
@@ -293,50 +279,45 @@ Wie l
Das Skript soll eine komprimierte Textdatei mittels \texttt{zcat} in ein temporäres File entpacken, dieses mit \texttt{pg} seitenweise anzeigen und nachher wieder löschen.
\footnotesize
\index{!==\texttt{!=}}
\begin{listing}[2]{1}
\begin{lstlisting}
#!/bin/sh
stat=1
temp=/tmp/zeige$$
\end{listing}
\normalsize
\begin{flushright}
\end{lstlisting}
Zunächst werden zwei Variablen belegt, die im weiteren Verlauf benutzt werden sollen. In \texttt{stat} wird der Wert abgelegt, den das Skript im Falle eines Abbruchs als Exit-Status zurückliefern soll. Die Variable \texttt{temp} enthält den Namen für eine temporäre Datei. Dieser setzt sich zusammen aus \texttt{/tmp/zeige} und der Prozeßnummer des laufenden Skripts. So soll sichergestellt werden, daß noch keine Datei mit diesem Namen existiert.
\end{flushright}
\footnotesize
\index{Ticks}\index{!>\&=\texttt{!>\&}}\index{\$n=\texttt{\$}$n$}\index{Ticks}\index{Anführungszeichen}\index{Backticks}\index{basename=\texttt{basename}}
\begin{listingcont}
\begin{lstlisting}[firstnumber=last]
trap 'rm -f $temp; exit $stat' 0
trap 'echo "`basename $0`: Ooops..." 1>&2' 1 2 15
\end{listingcont}
\normalsize
\begin{flushright}
\end{lstlisting}
Hier werden die Traps definiert. Bei Signal 0 wird die temporäre Datei gelöscht und der Wert aus der Variable \texttt{stat} als Exit-Code zurückgegeben. Dabei wird dem \texttt{rm}-Kommando der Parameter\index{Parameter} \texttt{-f} mitgegeben, damit keine Fehlermeldung ausgegeben wird, falls die Datei (noch) nicht existiert. Dieser Fall tritt bei jedem Beenden des Skriptes auf, also sowohl bei einem normalen Ende, als auch beim Exit-Kommando, bei einem Interrupt oder bei einem Kill\index{kill=\texttt{kill}}. Der zweite Trap reagiert auf die Signale 1, 2 und 15. Das heißt, er wird bei jedem unnormalen Ende ausgeführt. Er gibt eine entsprechende Meldung auf die Standard-Fehlerausgabe (\ref{datenstrom}) aus. Danach wird das Skript beendet, und der erste Trap wird ausgeführt.
\end{flushright}
\footnotesize
\index{\$\#=\texttt{\$\#}}\index{!==\texttt{!=}}\index{!>=\texttt{!>}}\index{\$n=\texttt{\$}$n$}\index{Anführungszeichen}\index{case=\texttt{case}}
\begin{listingcont}
\begin{lstlisting}[firstnumber=last]
case $# in
1) zcat "$1" > $temp
pg $temp
stat=0
;;
\end{listingcont}
\normalsize
\begin{flushright}
\end{lstlisting}
Jetzt kommt die eigentliche Funktionalität des Skriptes: Das \texttt{case}-Kommando (\ref{case}) testet die Anzahl der übergebenen Parameter\index{Parameter}. Wenn genau ein Parameter\index{Parameter} übergeben wurde, entpackt \texttt{zcat} die Datei, die im ersten Parameter\index{Parameter} angegeben wurde, in die temporäre Datei. Dann folgt die Seitenweise Ausgabe mittels \texttt{pg}. Nach Beendigung der Ausgabe wird der Status in der Variablen auf 0 gesetzt, damit beim Skriptende der korrekte Exit-Code zurückgegeben wird.
\end{flushright}
\footnotesize
\index{!>\&=\texttt{!>\&}}\index{\$n=\texttt{\$}$n$}\index{Anführungszeichen}\index{Backticks}\index{basename=\texttt{basename}}
\begin{listingcont}
\begin{lstlisting}[firstnumber=last]
*) echo "Anwendung: `basename $0` Dateiname" 1>&2
esac
\end{listingcont}
\normalsize
\begin{flushright}
\end{lstlisting}
Wenn \texttt{case} eine andere Parameterzahl feststellt, wird eine Meldung mit der Aufrufsyntax auf die Standard-Fehlerausgabe geschrieben.
\end{flushright}
\index{trap=\texttt{trap}|)}\index{Signal|)}
@@ -358,27 +339,25 @@ Zwecke noch etwas `bereinigt' werden.
Wie das aussieht, wenn es fertig ist, sieht man im folgenden Skript:
\footnotesize
\index{!==\texttt{!=}}
\begin{listing}[2]{1}
\begin{lstlisting}
#!/bin/sh
for i in `find $1 -type f -name "*.[mM][pP]3"`; do
\end{listing}
\normalsize
\begin{flushright}
\end{lstlisting}
Hier beginnt eine Schleife, die über alle Ausgaben des \texttt{find}-Kommandos
iteriert. Dabei sucht \texttt{find} nach allen normalen Dateien (\texttt{-type
f}), die die Extension .mp3 tragen (\texttt{-name \dq*.[mM][pP]3\dq} -- wir
ignorieren Groß- / Kleinschreibung).
\end{flushright}
\footnotesize
\index{find=\texttt{find}}
\begin{listingcont}
\begin{lstlisting}[firstnumber=last]
echo `tr -dc "[:alpha:]" < /dev/urandom | \
dd count=8 bs=1 2> /dev/null`$i
\end{listingcont}
\normalsize
\begin{flushright}
\end{lstlisting}
Hier ist der `magische Teil'. Mit dem \texttt{echo} wird die Ausgabe einer Pipe
ausgegeben, gefolgt von dem aktuellen Dateinamen. Diese Pipe enthält ein
\texttt{tr}, der alle ungewollten Zeichen (alles, was kein Textzeichen ist) aus
@@ -391,14 +370,13 @@ Kommando \texttt{dd} mit den angegebenen Parametern. Damit die Erfolgsmeldung
von \texttt{dd} nicht die Ausgabe verunstaltet, lenken wir sie nach
\texttt{/dev/null} um.
\index{tr=\texttt{tr}}\index{dd=\texttt{dd}}
\end{flushright}
\footnotesize
\index{find=\texttt{find}}
\begin{listingcont}
\begin{lstlisting}[firstnumber=last]
done | sort | cut -b 9- | while read i; do
\end{listingcont}
\normalsize
\begin{flushright}
\end{lstlisting}
Das Ergebnis der obigen Schleife ist also die Liste der Dateinamen, denen
jeweils acht zufällige Zeichen vorangestellt wurden. Die Reihenfolge entspricht
allerdings immer noch der Ausgabe von \texttt{find}, wird also nach jedem
@@ -414,15 +392,15 @@ Diese lesen wir jetzt zeilenweise mittels \texttt{read} ein. In der
\texttt{while}-Schleife können wir alle erforderlichen Sachen mit dem
Dateinamen anstellen. Hier wird er nur mittels \texttt{echo} ausgegeben.
\index{sort=\texttt{sort}}\index{cut=\texttt{cut}} \index{read=\texttt{read}}\index{while=\texttt{while}}
\end{flushright}
\footnotesize
\index{find=\texttt{find}}
\begin{listingcont}
\begin{lstlisting}[firstnumber=last]
echo "Jetzt wird $i gespielt"
mpg123 "$i"
done
\end{listingcont}
\normalsize
\end{lstlisting}
\index{Zufallszahlen|)}
@@ -437,8 +415,7 @@ das Problem, da
Prozeß läuft oder nicht. Im Normalfall wird er zuerst folgendes ausprobieren,
was aber oft (nicht immer) in die Hose gehen wird:
\texttt{ps aux | grep }\textit{prozessname}\texttt{ \&\& echo \dq}\textit{läuft
schon}\texttt{\dq}
\lstinline/ps aux | grep prozessname && echo "läuft schon"/
Der Grund dafür ist, daß unter Umständen in der Ausgabe von \texttt{ps} auch
das \texttt{grep}-Kommando samt Parameter (\textit{prozessname}) aufgelistet
@@ -447,8 +424,7 @@ wird. So findet das \texttt{grep}-Kom\-man\-do sich quasi selbst.
Abhilfe schafft entweder \texttt{pgrep} (\ref{pgrep}) oder das folgende
Konstrukt:
\texttt{ps aux | grep \dq}\textit{[p]rozessname}\texttt{\dq~\&\& echo
\dq}\textit{läuft schon}\texttt{\dq}
\lstinline/ps aux | grep "[p]rozessname" && echo "läuft schon"/
Das p ist jetzt als eine Zeichenmenge (regulärer Ausdruck) angegeben worden.
Jetzt sucht \texttt{grep} also nach dem String \textit{prozessname}, in der
@@ -466,7 +442,7 @@ folgendes Szenario: Es gibt ein Verzeichnis mit vielen Unterverzeichnissen,
denen eine Zeile mit dem Inhalt `strict' vorkommt. Man könnte jetzt
folgendes versuchen:
\texttt{grep -r strict *}
\lstinline|grep -r strict *|
Das führt allerdings dazu, daß alle Dateien durchsucht werden, nicht nur die
Perl-Skripte. Diese tragen nach unserer Konvention\footnote{Perl-Skripte müssen
@@ -474,14 +450,14 @@ keine spezielle Extension haben, es sei aber um des Beispiels Willen mal
angenommen.} die Extension `.pl'. Wir starten also eine rekursive Suche über
alle Dateien, die dem Muster entsprechen:
\texttt{grep -r strict *.pl}
\lstinline|grep -r strict *.pl|
Das führt wieder nicht zu dem gewünschten Ergebnis. Da die Unterverzeichnisse
nicht die Extension `*.pl' tragen, werden sie nicht berücksichtigt. Für die
Suche in Unterverzeichnissen ziehen wir \texttt{find} (Siehe Abschnitt
\ref{find}) heran:
\texttt{find . -name \textbackslash*.pl -exec grep \{\} \textbackslash;}
\lstinline|find . -name \*.pl -exec grep strict {} \;|
Dieser Befehl gibt uns zwar die gefundenen Zeilen aus, nicht aber die Namen der
Dateien. Es sieht für \texttt{grep} so aus als ob nur eine Datei durchsucht
@@ -490,7 +466,7 @@ Parameter \texttt{-l}, allerdings w
angezeigt. Eine Ausgabe mit beiden Informationen erhalten wir mit dem folgenden
Konstrukt:
\texttt{find . -name \textbackslash*.pl -exec grep strict /dev/null \{\} \textbackslash;}
\lstinline|find . -name \*.pl -exec grep strict /dev/null {} \;|
Hier durchsucht \texttt{grep} nicht nur die gefundenen Dateien, sondern bei
jedem Aufruf auch \texttt{/dev/null}, also den digitalen Mülleimer der per